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Die Gesellschaft für Philosophische Praxis (GPP)
auch 2018 wieder ...

Das Philosophisch-literarische Neujahrswochenende


im Gästehaus des Klosters Steinfeld (Eifel)

Freitag abend, 5. Januar, bis Sonntag mittag, 7. Januar 2018

mit Dr. Gerd B. Achenbach

Martin Mosebach


Romancier, Modernitätsdissident, spiritueller Archäologe



Seine essayistischen Interventionen,
sein Angriff auf das Juste milieu des neuerdings weltfrohen Katholizismus
und die luzide Seelenkunde dieses Romanschriftstellers ...

„Alles katzenpfotige Konfliktvermeiden
ist jetzt das Falscheste, was man tun kann.”
(Martin Mosebach in einem Interview)

Blick in den Klosterhof <br>(Foto: Achenbach)
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Blick in den Klosterhof
(Foto: Achenbach)

Das „Philosophisch-literarische Neujahrswochenende”, das traditionell Anfang Januar in der Eifel stattfindet, ist jeweils einem Gegenwartsautor gewidmet, der nicht nur Schriftsteller, sondern auch Essayist beziehungsweise Intellektueller, besser vielleicht: Denker ist. Was weist ihn aus? Er tanzt nicht nach der Pfeife, geht eigene Wege, ist ein „Unzeitgemäßer” (wie Nietzsche sich nannte) oder „Dissident”, wörtlich: ein „beiseite Sitzender”.
Diesem Profil entsprachen in den zurückliegenden Jahren Botho Strauß, Bernhard Schlink und (2017) Navid Kermani. Martin Mosebach ‒ bin ich überzeugt ‒ ist in dieser Reihe nun die schlechthin „zwingende” Fortsetzung ...
Das gilt ohne Zweifel zumal für seine oftmals heftige Kontroversen auslösenden Essays, etwa, wenn er auf einem internationalen Architektentreffen den gegenwartsgefälligen Städtebau „das in Beton gegossene Millimeterpapier” nennt im Gegensatz zur „weiträumigen Schönheit und Eleganz der verschwindenden europäischen Stadt”.
Doch Mosebachs Bekenntnis, noch keinen Tag seines Lebens „mit dem Aufstand gegen Tradition und Autorität zugebracht” zu haben ‒ so äußert sich ein Gentlemen zu seiner Position ... ‒, ist mehr als Kulturkritiker oder Modernitätsverweigerer; er ließe sich als spiritueller Archäologe beschreiben, als ein Nach- und Ausgräber, der Versunkenes hebt, geistig Verdrängtes zutage fördert, verleumdete Traditionen rehabilitiert und unkenntlich gemachtes Überlieferungsgut restauriert.
Ich habe mir allerdings vorgenommen, neben einigen seiner Essays seinen Roman „Was davor geschah” vorzustellen, der ‒ so das Urteil Hubert Spiegels in der FAZ ‒ „von einer Makellosigkeit ist, die es mit jener seiner stärksten essayistischen Arbeiten mühelos aufnehmen kann”. Sinnvollerweise werde ich diesen Beziehungs-Verhältnis-Liebes-Eifersuchts-Gegenwarts-Irrungen und Wirrungen Aufsätze wie den über Laclos’ „Gefährliche Liebschaften” zur Seite stellen.
Und selbstverständlich werden wir auch einiges aus seinem Skandalbuch wider die „Feinde” der römischen Liturgie hören, also aus der vielgeschmähten „Häresie der Formlosigkeit”.

Ich werde allerdings ‒ der Idee unserer Neujahrs-Wochenenden folgend ‒ nicht nur seinen Roman vorstellen und besprechen oder Essays als Gedankenspender ins Gespräch ziehen (welche im einzelnen, das wird in Kürze auf unserer Internetseite nachzulesen sein: ganz gewiß seine „Typologie des Intellektuellen”, „Sind die Deutschen noch ein Kulturvolk?” und „Mein Marsyas” aus den Sammlungen „Schöne Literatur” und „Als das Reisen noch geholfen hat. Von Büchern und Orten”).
Ich möchte vielmehr auch überlegen, ob wir ihm glauben müssen, wenn er von sich erklärt, er sei „kein philosophischer Kopf” (so in einem Interview zum Thema „Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens”).
Das auf Youtube zugängliche Interview werden wir ‒ ergänzt durch eine Videoaufzeichnung von seiner Berliner Lesung aus dem Roman „Was davor geschah” ‒ am Freitag abends zur Einführung sehen.

Hinweis: Das letzte „Philosophisch-literarische Neujahrswochenende” zu Navid Kermani war sehr rasch ausgebucht und ich mußte zwei Veranstaltungen dazu anberaumen ‒ was diesmal nicht möglich ist.
Also: Rasche Anmeldung ist ratsam.




Der herbstliche Park des Klosters (Foto: Achenbach)
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Der herbstliche Park des Klosters (Foto: Achenbach)

Das Gästehaus (Teilansicht) Foto: mit freundlicher Genehmigung des Klosters
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Das Gästehaus (Teilansicht) Foto: mit freundlicher Genehmigung des Klosters

Zum Kloster Steinfeld:


Das alte Anwesen,
dessen bereits zweite Gründung ins frühe 12. Jahrhundert
zurückweist und dessen barocke Ausgestaltung ins späte 17. Jahrhundert datiert ‒ wie die Aufrichtung des heutigen Hauptgebäudes ‒, beherbergte lange Zeit ein angesehenes Internat, geleitet von den Salvatorianern.
Weithin berühmt sind die Basilika und die ihr zugehörige barocke Orgel, während der großzügig angelegte, weitläufige Park zu Spazierwegen in den Seminarpausen einlädt.
Das Internat wurde vor Jahren geschlossen und das Gebäude, das ehemals die Schüler beherbergte, kernsaniert und von Grund auf neu gestaltet.
Die stilvoll gestalteten Zimmer präsentieren sich im gehobenen Vier-Sterne-Standard. Das Steinfelder Klosterbier steht gut gekühlt in der Minibar und das bequeme Boxspringbett (mit 2,10 m langen Matratzen) bietet höchsten Liegekomfort. Jedes der 26 - 35 m2 großen Zimmer hat seinen eigenen Charme und eröffnet durch die hohen Fenster Ausblicke ins satte Grün des Klostergartens.
Hier  der Link zum Gästehaus.




Zum Programm:

Anreise am Freitag, den 5. Januar 2018 am frühen Abend, so daß wir gemeinsam um 18:00 Uhr zu Abend essen können.
Danach, um 20:00 Uhr, Begrüßungsrunde und (wie angegeben) die Einspielung einer Filmaufzeichnung des Interviews zum Thema „Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens” sowie seine Lesung des Kapitels „Eine weiße Feder” aus dem Roman „Was davor geschah”.
Die eigentliche „Arbeit” beginnt dann am Samstag um 10:00 Uhr, unterbrochen von einer Kaffeepause. Nach dem Mittagessen und einer anschließenden Ruhepause sind wir um 14:30 Uhr eingeladen, an einer gut einstündigen Führung durch das Kloster und die Kirche teilzunehmen. Im Anschluß daran gibt's Kaffee und Kuchen, und danach die Fortsetzung des Seminars in dem (übrigens ebenfalls neu ausgestalteten und neu möblierten) Seminarraum.
Abendessen um 18:00 Uhr. Abends: In einem gemütlichen Kaminraum Ausklang in einer lockeren Gesprächsrunde beim Klosterbier oder einem Glas Wein, mit dem wir uns aus dem bereitstehenden Kühlschrank selbst bedienen.
Am Sonntag setzen wir das Seminar von 10:00 Uhr bis zum Mittagessen (mit einer Kaffeepause) fort, um es damit abzurunden. Oder bleiben Fragen?


Blick in die Landschaft, Foto: Achenbach
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Blick in die Landschaft, Foto: Achenbach

Vorschlag:

Gern schließt sich danach noch, wer mag, einem Spaziergang durch die reizvolle Steinfelder Eifellandschaft an.
Am Kloster Steinfeld beginnt die 6. Etappe des neu angelegten „Eifelsteigs”, dem wir ein wenig folgen könnten, um, sobald wir ihn wieder verlassen haben, auf einem Rundweg zum Ausgangspunkt zurückzukehren.

Alles Weitere, Kosten, Anreise etc. finden Sie hier.

 




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Der 6. (letzte) „Lehrgang Philosophische Praxis”



Für den nächsten „Lehrgang zur Philosophischen Praxis”, der im April 2018 starten wird, findet im Januar ein 2-tes Vorbereitungs-Wochenende statt.

Philosophisch-literarisches Neujahrswochenende 2018



Fr. 5. bis So. 7. Januar 2018 im Gästehaus des Kosters Steinfeld in der Eifel

Martin Mosebach -
Romancier, Modernitätsdissident, spiritueller Archäologe

Näheres dazu hier.

In neuer Auflage erschienen:



Gerd B. Achenbach:
„Vom Richtigen im Falschen”

Auf Wegen philosophisch inspirierter Lebenskönnerschaft

Näheres dazu hier.

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