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Die GPP e.V. lädt ein:

Eine Woche lang Frühling in Schloß Steinhöfel

28. April bis 1. Mai 2019

Das Schloss, vom Park aus gesehen, Foto: Achenbach.Das Schloss, vom Park aus gesehen, Foto: Achenbach.

Der Unvergleichliche. Carl Schmitt - oder:


   Die geheime Macht eines andeutenden,
   zugleich glasklar-konsequenten Denkens


Dozent: Dr. Gerd B. Achenbach

          „Diffamierungen und Todesurteile erfolgen heute
          durch die Presse.”
          
(Carl Schmitt)

Ich verriete viel zu wenig, wollte ich ‒ wie üblich in den Feuilletons ‒ diesen beispiellosen Denker „umstritten” nennen. Verfemt und geächtet, von den Korrekten und für die einzig richtige Gesinnung Zuständigen zumal in der Presse diffamiert und denunziert, war seine Wirkung, die er gewissermaßen „undercover” ausübte, zugleich doch wahrhaft außerordentlich, wenn nicht beispiellos. Heute werden seine Schriften in aller Welt als Schlüsseltexte zum Verständnis einer sich selbst verkennenden Moderne geschätzt und zugleich wie geheim verabredete Losungsworte weitergereicht. Eine Aura der Faszination umgibt ihn ‒ die bezeichnenderweise selbst viele seine zahllosen Gegner oder Feinde in ihren Bann zieht.
Anekdotisches spricht im Fall des „C.S.” Bände ...
Ein Beispiel: Als 1954 sein „Gespräch über die Macht und den Zugang zum Machthaber” erschien, kam es zu Vorfällen, von denen Schmitt brieflich an einen Freund berichtete. Ich zitiere:

„Auf der Buchmesse in Frankfurt erschien der Feuilleton-Redakteur der Hamburger ZEIT, ein gewisser, mir nicht persönlich bekannter Dr. Paul Hühnerfeld, am Stand des unschuldigen Neske [Verlag] und drohte, den Stand zu zerschlagen, weil dort eine Neuerscheinung von C.S. ‒ eben jenes Machtgespräch ‒ ausgestellt war.”

Es geschah noch mehr. Da diesselbe ZEIT dann dennoch einen Ausschnitt aus dem kleinen Werk (u. z. den Abschnitt „Der Vorraum der Macht”) abgedruckt hatte, sah sich Marion Gräfin Dönhoff dadurch veranlaßt, aus der Redaktion auszuscheiden.
Selbstverständlich ist das hoch bedeutsame Opusculum Schmitts inzwischen längst weltweit, in zahlreiche Sprachen übersetzt, aufmerksam zur Kenntnis genommen und diskutiert worden. Und die Klugen und Besonnenen wissen natürlich auch hierzulande schon lange, daß man nur zum eigenen Schaden darauf verzichtet, die beispiellos klaren Analysen Carl Schmitts zu bedenken.
Das Frühlings-Seminar in Schloß Steinhöfel ‒ inmitten alt-preußischen Landes ‒ soll allerdings nicht nur mit einigen der Hauptschriften Carl Schmitts bekanntmachen ‒ so zumal mit dem „Begriff des Politischen” und der legendären „Politischen Theologie” ‒, sondern ich halte es für eine Bürgerpflicht in anspruchsvollstem Verständnis, einem mit Unflat und Schmutz Beworfenen beizustehen. Und damit nicht nur ihm ...
Denn in Teilen der Presse ist es Usus, mit Schmitt selbst auch alle seine Schüler und die große Zahl derer, die von ihm lernten, gleich mit in Sippenhaft zu nehmen, darunter die Verfassungsjuristen und Staatsrechtler Ernst Forsthoff, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Joseph H. Kaiser und der spätere Bundespräsident Roman Herzog, die hochgeschätzten Historiker Reinhard Koselleck und Christian Meyer (um unter den Historikern mit „zweifelhaften Kontakten” zu Schmitt nur sie zu nennen ...), unter den Philosophen von Rang Hans Blumenberg, Hermann Lübbe, Odo Marquard, Robert Spaemann, Walter Benjamin. Alexandre Kojève und nicht zuletzt Jacob Taubes, und ‒ um unter den sonst namhaften Wissenschaftlern, Denkern, Schriftstellern und Journalisten nur diese zu nennen ... ‒ Julien Freund, Rolf Schroers, Johannes Gross, Rudolf Augstein, Rüdiger Altmann, Nicolaus Sombart, Gustav von Schmoller und, last but not least, horribile dictu, Hugo Ball und Ernst Jünger ...
Ich selbst stehe nicht an, zu bekennen, meinerseits viel, sehr viel sogar von Carl Schmitt gelernt zu haben. Ja, ich habe vor seinem Grab gestanden, dessen Aufschrift so geheimnisvoll anspielend ist, wie vieles, was Schmitt in die Öffentlichkeit lancierte: ΚΑΙ ΝΟΜΟΝ ΕΓΝΟ (ϰαὶ νόμον ἔγνο) steht darauf, ein nicht leicht zu enträtselndes Zitat aus Homers Odyssee I,3. In behutsamster Übersetzung: Er kannte den Nomos.
Doch was heißt das? Was meint er mit diesem Wort, das er so gewissermaßen „in die Ewigkeit” mitnahm?

Alles "Technische", Kosten, das Programm im einzelnen, die Kosten usw., hier.

Literatur (Kleine Auswahl von Titeln, die in diesem Seminar vorgestellt oder herangezogen werden - jetzt gekürzt, da das Seminar nun nur bis Mittwoch, nicht, wie ursprünglich vorgesehen, bis Freitag dauert ...):

Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen
(darin auch: „Das Zeitalter der Neutralisierungen und Entpolitisierungen), Berlin, 9. Aufl. 2015.
Carl Schmitt, Politische Theologie. Vier Kapitel zur Lehre von der Souveränität, Berlin, 9. Aufl. 2009.

Hier noch einige Bildeindrücke:

Detailblick aufs Schloß
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Detailblick aufs Schloß

Blick vom Seminarraum aus in den Park
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Blick vom Seminarraum aus in den Park

Der Seminarraum

Der Seminarraum
 




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Eine Woche lang Frühling in Schloss Steinhöfel



Der Unvergleichliche.
Carl Schmitt - oder:
Die geheime Macht eines andeutenden, zugleich
glasklar-konsequenten Denkens


So, 28.4. - Mi., 1.5.2019
Alles Nähere dazu hier!

Meine Dissertation über Hegel


1981 in Gießen bei Odo Marquard zum Thema „›Selbstverwirklichung‹ oder ›Die Lust und die Notwendigkeit‹. Amplifikation eines Hegelschen Kapitels aus der ›Phänomenologie des Geistes‹” abgelegt, ist ab jetzt hier im pdf-Format  nachzulesen.

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Gerd B. Achenbach:
„Vom Richtigen im Falschen”

Auf Wegen philosophisch inspirierter Lebenskönnerschaft

Näheres dazu hier.

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