Gesellschaft für Philosophische Praxis (GPP) [www.g-pp.de]
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Studienkurs Philosophische Praxis [GPP - Gesellschaft für Philosophische Praxis]

Einladung der Gesellschaft für Philosophische Praxis

zum

„Lehrgang/Studienkurs zur Philosophische Praxis”



    Ein dreijähriger Weiterbildungskurs

    Konzeption und Leitung:
    Dr. Gerd B. Achenbach


    

Die Philosophische Praxis



Die Philosophische Praxis – als „Weltpremiere” am 1. Mai 1981 in Bergisch Gladbach von mir gegründet – eröffnet inzwischen Absolventen des Fachstudiums Philosophie (sowie verwandter Studiengänge) erstmals die Chance, von der Lehre abgesehen einen ihrem Studium entsprechenden selbständigen Beruf zu finden.

Allerdings bereitet bisher kein akademisches Studium auf die Tätigkeit des philosophischen Praktikers vor, auch wenn an einigen Universitäten in Italien, Spanien u. a. mittlerweile Master-Studiengänge eingerichtet wurden – im Entwurf des Curriculums z.T. von mir unterstützt.

Was aber auch dort fehlt, sind die praktisch erworbenen Erfahrungen, die nicht nur zur „Ergänzung” des philosophisch theoretischen Denkens erforderlich sind, sondern die die reichen Überlieferungen der Philosophie neu „lesen und verstehen” lehren und auf diesem Weg die akademischen Verständnisroutinen modifizieren ‒ wenn nicht revolutionieren.

Bekanntschaft mit der Arbeit in der Philosophischen Praxis ist allerdings auch für andere, die in traditionellen und wohletablierten Berufen bereits tätig sind, oftmals hilfreich, indem sie Perspektiven erweitert, Hintergründe philosophischem Verständnis erschließt, alltägliche Probleme in Zusammenhänge einfügt, die sie in klärendem Licht erscheinen lassen ‒ nicht zuletzt indem sie uns in den wirklich schweren, dramatischen oder sogar tragischen Kollisionen, die uns niederzudrücken oder zu entmutigen drohen, stärkt und aufrichtet.

Insofern verstehe ich den Lehrgang nicht nur als Vorbereitung für die, die befähigt sind, sich einmal selbst als philosophische Praktiker zu engagieren, sondern der Studienkurs bietet ‒ viel grundsätzlicher und allgemeiner adressiert ‒ ein Programm philosophisch orientierter Bildung in lebenspraktischer Absicht. Kurz: Erfahrungen, die mir drei Jahrzehnte Philosophischer Praxis eingebracht haben, will ich weitergeben.

Der „Lehrgang Philosophische Praxis” besteht aus zwei Teilen: Die ersten zwei Jahre sind als philosophische Einführung anzusehen, in der die großen, für die Philosophische Praxis unverzichtbaren Stationen der philosophischen Tradition neu – und akademieunüblich ‒ in lebensleitender Hinsicht aufgesucht werden. So wird mit den prägenden Schritten des philosophischen Gedanken- und Erfahrungsganges vertrautgemacht. Dabei wird die Bekanntschaft mit den bedeutenden Überlieferungen nicht in seminaristischer „Theoriediskursmanier” zerfleddert, sondern die Absicht ist, dort, wo zu lernen und für uns selbst zu gewinnen ist, sich tatsächlich „gesagt sein zu lassen”, was uns andernfalls entginge und fehlte. Das ist es, was ich unter „Ernstnehmen der Philosophie” verstehe.

Nicht zuletzt wird dies dadurch gelingen, daß die philosophischen Überlieferungen durch die Verknüpfung mit den Verläufen einzelner Beratungen überhaupt erst ihre Gegenwärtigkeit erweisen ‒ was sie aus ihrem philosophiehistorischen Schlummer weckt ...

Außerdem wird sich zeigen, daß andere Namen in den Vordergrund rücken, als dies im universitären Bildungsgang üblich ist: Denker, die – wie beispielsweise Seneca oder Montaigne – in besonderer Nähe zur Philosophischen Praxis stehen. Mehr noch: Es wird auch solchen eine philosophieunübliche Beachtung zuteil, die in den gewohnten Philosophie-Lehrplänen kaum je erschienen sind. So lernen wir (beispielsweise) die Gespräche Goethes mit Eckermann als höchst beachtenswerte Antizipationen einer lebensberatenden philosophischen Reflexion kennen und schätzen.

Die jeweils ganz-wöchigen Teile des Kurses ‒ die an ausgesucht reizvollen Orten stattfinden ‒ sind u. a. dem sokratischen Philosophieren, der lebensanweisenden Lehre der Stoa, der heiter-gelassenen Skepsis Montaignes, schließlich der hintergründigen Weisheit Schopenhauers, den lebensdienlichen Interventionen Nietzsches und den unverzichtbaren Irritationen durch den Dänen Kierkegaard gewidmet.

Daran schließt sich ergänzend das dritte Jahr an, in dem die systematischen und (wenn man sie denn so nennen darf) auch „technische” Aspekte der Philosophischen Praxis im Mittelpunkt stehen: Fragen der Gesprächsführung beispielsweise oder der „Haltung” des Beraters, ethische, institutionelle usw. Vor allem aber wird jetzt die genaue Bekanntschaft mit einzelnen (strikt anonymisierten) Beratungsverläufen deutlich machen, in welcher Gestalt Philosophie sich praktisch bewährt.

Außerdem besteht die Möglichkeit, die Weiterbildung in der Gruppe durch eine persönliche Lehrpraxis zu ergänzen.

Lesen Sie weiter zu Inhalt, Umfang, Dauer, zu den Kosten


und anderen technischen Details hier unter Inhalte und Technisches [1].



Unter „Lehrgang Philosophischen Praxis 2018-2020” [2] finden Sie Informationen über das Programm des kommenden sechsten Lehrgangs.

Darüber hinaus finden Sie vieles unter den Aufzeichnungen zu den bisherigen Weiterbildungsseminaren, siehe

    „Das Weiterbildungsseminar V” [3]
    „Das Weiterbildungsseminar IV” [4]
    „Das Weiterbildungsseminar III” [5]
    „Das Weiterbildungsseminar II” [6]
und
    „Das Weiterbildungsseminar I” [7].
 


Link-Referenzen:
[1] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp_inh_technisches.asp
[2] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp6.asp
[3] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp5.asp
[4] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp4.asp
[5] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp3_bisher.asp
[6] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp2.asp
[7] http://www.g-pp.de/de/studienkurspp1.asp