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Der 15. Block des Studienkurses Philosophische Praxis
in der Villa Hartungen im Ultental / Südtirol


Das 3. Treffen des Praktischen Jahres



vom 1. bis zum 8. Juli 2012



Das Thema

Philosophie des Gesprächs




„Philosophie des Gesprächs” - das klingt anspruchsvoll und ist es auch, denn zweifellos ist das Gespräch grundlegend für die Philosophische Praxis, insofern die Praxis des Philosophen tatsächlich nichts anderes als ein fortlaufendes Gespräch ist. Doch einige Lektüre hat den Zugang sicherlich erleichtert. (Lektüre, die allen Teilnehmern im pdf-Format zugänglich gemacht wurde.)

Als Literatur waren hauptsächlich zwei Bücher empfohlen:

1. „Die Kunst des Gesprächs”, herausgegeben von Schmölders (eine Auswahl von Referenztexten aus der Geschichte des Abendlandes);
2. „Das Gespräch. Poetik und Hermeneutik 11”, herausgegeben von Stierle, Fink-Verlag München 1984
( mit systematischem Ansatz zum Thema)

... dazu einige weitere Literaturhinweise ‒ zum Stöbern und als Anregung zur eigenen Lektüre.

Mein Vortrag „Gesprächskönnerschaft” ist nachzulesen in meinem Buch „Zur Einführung der Philosophischen Praxis”, S. 115 ff.

Im Zentrum der Woche aber stand eine Übung: Mirjam Neidhart hat mit ihrem (erschütternd gut gemachten) Theaterstück „Torschusspanik. Intime Einsichten in die Reproduktionskrise” Stimmen von Gegenwartsmenschen auf die Bühne gebracht, die ihre Geschichten und privaten Katastrophen und Verstrickungen eben so erzählen, wie wir sie in der Philosophischen Praxis zu hören bekommen. Das Stück besteht also ausschließlich aus Originalzitaten, die vorzüglich wiedergeben, wie derzeit gedacht, eingeschätzt, gehofft und gebangt wird, wie man sich selbst und wie man den anderen versteht usw. Eine der Fragen, die sich an dieses Stück für uns anschließen ließ, war nun, wie aus solchen Berichten in Gespräche "hinüber" zu kommen wäre, welche Art von Gespräch jeweils die angemessene Antwort auf diese Berichte wäre. Das nämlich ist etwas, was sich üben läßt ... - und das haben wir getan.

Weitere Fragen waren: Welche Themen werden angesprochen, inwiefern lassen sich die Personen als Antwort auf eine Problemlage verstehen? An welcher Stelle würden wir ein Gespräch initiieren, wozu, mit welcher möglichen Absicht? Welche Haltungen werden vom Philosophischen Praktiker gefordert? Oder: Welche relevanten Gesichtspunkte übersehen die Beteiligten, an welchen Stellen könnten wir hilfreich aufklären?

Zum Thema des Theaterstücks, den gegenwärtigen Verwerfungen in den Geschlechterbeziehungen und der Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hatte ich nach wie vor das gut lesbare Buch empfohlen

‒ Beck/Beck-Gernsheim: Das ganz normale Chaos der Liebe.

Und wer „Hintergründe” der gegenwärtigen Problemlagen verstehen wollte, dem riet ich zur Lektüre des Buches von Denis de Rougemont:

‒ Die Liebe und das Abendland.

Ich selber habe unsere Gespräche, die sich an die Szenen des Theaterstücks anschlossen, mit Berichten aus Beratungen ergänzt.

Zuletzt:

Anreise war am 1.7.2012 bis 19.00 Uhr zum gemeinsamen Abendessen.
Abreise am 8.7.2012 nach dem Frühstück.

Seminarzeiten:
Das Seminar beginnt am Montag um 9.00 Uhr, Mittagspause gibt es von ca. 12.30 Uhr bis 15.00 Uhr.
Das Nachmittags-Seminar endet um 18.30 Uhr.

Die Kosten betrugen für die Übernachtung wie im letzten Jahr pro Tag 20 Eur. Hinzu kamen einmalig 30 Eur für die Versorgung mit Kaffee, Obst und Kuchen durch Frau Lösch sowie ein Anteil an den Reinigungskosten. Die Selbstversorgungskosten wurden wie auch sonst unter den Villa-Bewohnern aufgeteilt.

Eine kleine Bergtour stand natürlich auch auf dem Programm: Es ging hinauf zum Riemerbergel, wo uns ein prächtiges Bergwetter begrüßte und eine weite Aussicht bot.


Die Einladung zur Woche hatte seinerzeit Sylvie durch eine "kleine Anmerkung" ergänzt, und zwar folgenden Wortlauts:

Bei meiner Lektüre von Gerds Buch „Zur Einführung der Philosophischen Praxis” sind mir an vielen Stellen Aspekte unseres Themas „Gespräch” aufgefallen. Stichpunktartig möchte ich, verbunden mit der Einladung an alle, selbst weiterzustöbern, einige davon mit Seitenangabe nennen:

- Worin besteht „das Philosophische” des Gesprächs in der Philosophischen Praxis? S. 39 ff
- das Unerwartete/ Überraschende/ Unergründliche/ Rätselhafte als der Boden allen Erzählens S. 74 ff,
zur Rolle von Geschichten im Gespräch (zit. W. Benjamin S. 112), dazu auch „Heilung als unendliche Geschichte”, auf S. 361ff sowie „Die letzte arabische Nacht”, auf S. 385 ff
- das Bild der Ellipse als Modell für die Beratung im Aufsatz „Die Mitte der Philosophischen Praxis”,
ebd. zur Frage: „Was wirkt?”
- das Gespräch in der Philosophischen Praxis: nicht therapeutisch (S. 153), ein „freies” Gespräch (S. 156), radikal darauf verzichten, dem anderen etwas geben zu wollen (alles in: „Philosophie als Beruf”).





 




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