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Seminar für Ärzte 2023 in Steinfeld [GPP - Gesellschaft für Philosophische Praxis] || nach oben springen || Startseite der GPP

Seminar zur Fort- und Weiterbildung von Ärzten

unter der Leitung von

     Dr. Gerd B. Achenbach
     und
     Dr. med. Thilo Hashemi

Freitagabend, 25. Aug., und Samstsag, 26. Aug. 2023

Im Gästehaus des Klosters Steinfeld in der Eifel

Der Arzt und der Tod


Es ist die vornehme Pflicht des Arztes, Leben vor dem Tod zu bewahren. ‒
Und doch:
Wäre der Tod für ihn nichts als der „altböse“ Feind und Widersacher,
wäre sein Bemühen zuletzt zum Scheitern verurteilt,
verliert er doch am Ende einen jeden von uns an ihn.
Denn: Alles Leben ist „zum Tode verurteilt”.
Für die säkulare Moderne jedoch hat der Tod ‒ als „der absolute Herr” ‒
das letzte Wort.
Sollte sich also der Arzt ‒ um dem Leben gerecht zu werden ‒ mit dem Tod
als factum brutum des menschlichen Lebensganges ausgesöhnt haben?

Mehr als anderen Menschen begegnet der Tod den Ärzten und „beschäftigt sie” in vielfältiger Weise.
Zugleich schiebt ihn eine technisch hochgerüstete Medizin immer weiter hinaus und macht ihn zuletzt zu einer Angelegenheit für Spezialisten.
Doch die Erfolge der modernen Medizin, indem sie den Tod in die Ferne rücken, bringen es andererseits mit sich, daß das Lebensende mehr und mehr zur Sache medizinisch verfügter Arrangements wird, wodurch der Arzt in den Ruf gerät, „Herr über Leben und Tod” zu sein ‒ eine zweischneidige Entwicklung, wie die öffentliche Diskussion über die sogenannte „Sterbehilfe” oder den „assistierten Suizid” belegt.

Als Manager des kontrollierten Lebensausganges ‒ etwa im Blick auf die Entnahme weiterverwendbarer Organe ‒ riskiert der Berufsstand des Arztes, in ein Licht zu geraten, das sich als Zwielicht erweist. Das Drängen auf Patientenverfügungen ‒ gewiß vor allem Ausdruck verbreiteter Ängste vor einer Medizin der bloßen Apparate und Geräte ‒ ist insofern womöglich auch ein Indiz für eine generelle Skepsis des Patienten, der sich einem als undurchsichtig erlebten medizinischen Betrieb gegenüber ausgeliefert findet und Vertrauen verliert.

Wie sollte sich der Arzt in seiner alltäglichen Praxis zur Vielfalt der damit auftauchenden Fragen stellen?
Gewiß ist: Selbst detaillierteste Kenntnisse der physiologischen und psychologischen Abläufe am Lebensende lehren uns nicht hinreichend, den Sterbenden und ihren Angehörigen menschlich beizustehen.

Dazu ist nicht zuletzt erforderlich, das eigene Verhältnis zur Fundamentaltatsache der Sterblichkeit lebensdienlich geklärt zu haben: eine Anforderung, die klassisch in die Zuständigkeit der Philosophie fällt ‒ soweit nicht Religion und Glaube dem Tod „den Stachel zogen”, wie es einst hieß.

Die Veranstaltung wird angesichts schwindender Ressourcen, die über den Tod hinauswiesen, unser Verhältnis zum unausweichlichen Lebensende vor allem im gemeinsamen Gespräch bedenken, offen für belangvolle Umwege und Einwände.

Dr. Gerd B. Achenbach / Foto: Uwe Völkner FOX-Foto
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Dr. Gerd B. Achenbach / Foto: Uwe Völkner FOX-Foto

Das Weiterbildungsseminar „Der Arzt und der Tod” ist eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Psychotherapeuten.
Sie wird von der Gesellschaft für Philosophische Praxis durchgeführt und geleitet von deren Vorstandsvorsitzenden und Lehrpraktiker Dr. Gerd B. Achenbach, gemeinsam mit dem niedergelassenen Neurologen, Psychiater, Psychotherapeuten und Philosophischen Praktiker Dr. med. Thilo Hashemi.

Dr.med. Thilo Hashemi
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Dr.med. Thilo Hashemi

Die Veranstaltung ist als interdisziplinäres ärztlich-philosophisches Seminar konzipiert, um diesem grenzenlosen Thema gerecht zu werden.
Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, wie hilflos unsere Gesellschaft im Umgang damit geworden ist und ihm zusätzliche Aktualität verliehen.
Sie haben an diesen beiden Tagen die außergewöhnliche Gelegenheit, das komplexe Thema mit dem bekannten Philosophen, Autor und Gründer der inzwischen weltweit etablierten Philosophischen Praxis Gerd Achenbach persönlich zu reflektieren.
Dr. Achenbach hat seit 1981 zahllose Menschen und Institutionen beraten ‒ viele über lange Zeiträume und in existentiellen Fragen.
Er ist ein international gefragter Referent und hat u.a. Eröffnungsvorträge bei großen medizinischen Tagungen oder Weltkongressen der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis gehalten.

Dr. med. Hashemi verfügt über eine mehr als 30jährige ärztliche Erfahrung in somatischer (Kardiologie, Neurologie) und psychologischer (Psychiatrie, Psychotherapie) Medizin in Klinik und Praxis, dabei seit 20 Jahren u.a. im Bereich der Gerontopsychiatrie/-psychotherapie mit Betreuung zahlreicher Altenheime. Der Tod ist darin alltäglicher Begleiter – und offener Gesprächsinhalt. Erfahrungen und Beispiele daraus – neben Ihren eigenen – werden im Seminar als Fortbildungsgrundlage genutzt.

      Für den Besuch der Veranstaltung werden von der Ärztekammer Nordrhein
      13 CME-Punkte gutgeschrieben.


      „Wollen wir unser Leben in Frieden hinbringen,
      müssen wir die Seele reisefertig halten.”
      (Seneca)

      „Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren.”
      (Seume)

Das Programm:

Freitag, 25. August

17:00 Uhr Hashemi: Vorstellung und Einführung
18:30 Uhr Abendessen
20:00 Uhr Achenbach: „Der Arzt und der Tod”
-21:30 Uhr Gespräch im Anschluß

Samstag, 26. August

09:30 Uhr Hashemi: Der Tod in nervenärztlicher und gerontopsychiatrischer Perspektive
11:00 Uhr Kaffeepause
11:30 Uhr Gespräch: Fragen der Alters- und Palliativmedizin
                 sowie des Sprechens über den Tod
13:00 Uhr Mittagessen und Mittagspause
15:00 Uhr Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr Achenbach: „Philosophieren heißt sterben lernen”
                 ‒ Abschließende Gesprächsrunde ‒
18:00 Uhr Gemeinsames Abendessen zum Abschluß der Tagung (-19:30 Uhr)

Kloster Steinfeld, das Hauptportal

Kloster Steinfeld, das Hauptportal


Zum Veranstaltungsort, dem Kloster Steinfeld:

Das alte Anwesen, dessen bereits zweite Gründung ins frühe 12. Jahrhundert zurückweist und dessen barocke Ausgestaltung ins späte 17. Jahrhundert datiert ‒ wie die Aufrichtung des heutigen Hauptgebäudes ‒, beherbergte lange Zeit ein angesehenes Internat, geleitet von den Salvatorianern. Weithin berühmt sind die Basilika und die ihr zugehörige barocke Orgel, während der großzügig angelegte, weitläufige Park zu Spaziergängen in den Seminarpausen einlädt.
Das Internat wurde vor Jahren geschlossen und das Gebäude, das ehemals die Schüler beherbergte, kernsaniert und von Grund auf neu gestaltet.
Die stilvoll gestalteten Zimmer präsentieren sich jetzt im gehobenen Vier-Sterne-Standard.
Das Steinfelder Klosterbier steht gut gekühlt in der Minibar und das bequeme Boxspringbett (2,10 m Matratzen!) bietet höchsten Liegekomfort.
Jedes der 26 ‒ 35 m2 großen Zimmer hat seinen eigenen Charme und eröffnet durch die hohen Fenster Ausblicke ins satte Grün des Klostergartens.

Die Konditionen:

Den Seminarbeitrag in Höhe von 480 € überweisen Sie spätestens bis zum 20.8.2023 auf das Konto der GPP, KSK Köln: IBAN: DE53 3705 0299 0374 5502 15 SWIFT-BIC: COKSDE 33.

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden für Sie am Ende der Tagung im „Gästehaus des Klosters” fällig.

In den nachfolgend aufgeführten Preisen sind enthalten:
Vollverpflegung (Abendessen am Freitag, Mittagessen am Samstag, vormittags Kaffee u. Gebäck, nachmittags Kaffee u. Kuchen in den Pausen, alkoholfreie Getränke zum Essen u. im Seminar, abschließendes Abendessen am Samstag) sowie Übernachtung incl. Frühstücksbüffet.

☐ EZ im neuen Haus mit Bad/WC, TV, Minibar (184,00 €)
☐ DZ im neuen Haus mit Bad/WC, TV, Minibar (289,00 €)

Zur Anmeldung verwenden Sie bitte das Anmeldeformular, das Sie hier  finden.

 




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      am 14. Juni 2024

... und ein letzter Freitag-Vortrag zum Abschied im Anschluß daran.

Gerd B. Achenbach:
Die Philosophische Praxis als paradigmatische Wendemarke


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1981 in Gießen bei Odo Marquard zum Thema „›Selbstverwirklichung‹ oder ›Die Lust und die Notwendigkeit‹. Amplifikation eines Hegelschen Kapitels aus der ›Phänomenologie des Geistes‹” abgelegt, ist ab jetzt hier im pdf-Format  nachzulesen.

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