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Die GPP e.V. lädt ein:

Eine Woche lang Frühling in Schloß Steinhöfel

Sonntag, 26. April, bis Freitag, 1. Mai 2020

  

Doch wo bleibt die Wahrheit ...?


  

Eine Rekapitulation der philosophischen Wahrheitsbegriffe aus gegebenem Anlaß
  

Dozent: Dr. Gerd B. Achenbach




Nun haben uns in den zurückliegenden Jahren ‒ immer Ende April und bis in den Mai hinein ‒ im Rahmen dieser Frühlingswoche in Schloß Steinhöfel bisher die überragend großen Denker beschäftigt: Schopenhauer, Hegel, Kant, Sokrates, die Stoiker, Montaigne, Rousseau und zuletzt Carl Schmitt.
Jetzt aber beginnt etwas Neues, was zugleich doch auch anschließt: In einer Folge von mehreren Veranstaltungswochen in „unserem” hoch geschätzten Schloß im brandenburgischen Oderland sollen einmal die ganz großen Themen, gewissermaßen die „letzten” oder „ersten”, jedenfalls die alles überbietenden Begriffe vorgestellt und ggf. in gegenwartskritischer Absicht bedacht werden.
Wie nicht anders zu erwarten folgen also die Fragen nach der Wahrheit, dem Guten und dem Schönen. Schon die Griechen kannten diesen Kanon.
Beginnen aber möchte ich mit der Wahrheit, dem vielleicht eigensten Begriff aller (bisherigen) Philosophie!
Ein Begriff, der in der Gegenwart mindestens ebenso unfaßbar, für manchen sogar „unbrauchbar”, wenn nicht sogar zur Störung und zum Ärgernis wurde wie ‒ im Blick auf die Ethik ‒ das Gute und ‒ im Blick auf die Kunst ‒ das Schöne. Umso mehr reizt es mich, mir näher anzuschauen, was da ‒ womöglich leichtsinnig ‒ preisgegeben wurde.
Was die Wahrheit betrifft, so werden wir gewissermaßen der Geburt dieses Begriffs in der frühen griechischen Philosophie beiwohnen und zumal die Platonische Vorstellung kennenlernen, die weithin traditionsbegründend war und die Geschichte der Metaphysik eröffnete.
Wir werden dann sehen, wie sich die Frage der Wahrheit nach und nach im philosophisch-theologischen Denken der Folgezeit mit der Gottesfrage verknüpfte. Wie sich, wiederum nach und nach, im Zeichen des Rationalismus die Wahrheit von der Theologie emanzipierte. Wie dann Spinoza die womöglich tiefsinnigste, zugleich weiseste Formel für die Wahrheit fand ‒ „Wahrlich wie das Licht sich selbst und die Finsternis offenbart, so ist die Wahrheit die Richtschnur ihrer selbst und des Falschen” ‒, wie danach Hegel die Wahrheit geschichtlich in Bewegung setzte bzw. als den Prozeß vorantreibende Kraft erkannte, und schließlich Nietzsche das große Fragezeichen hinter die Wahrheit setzte, indem er fragte: „Wozu Wahrheit?”.
Nicht zuletzt aber werden wir die subtilen Exkursionen des großartigen Hans Blumenberg zur „Metaphorologie der Wahrheit” kennenlernen, zu denen erst kürzlich ‒ aus dem Nachlaß des 1996 verstorbenen Denkers ‒ das Werk „Die nackte Wahrheit” herauskam.
Doch darüber hinaus wird uns die Frage beschäftigen, wie die Wahrheit in den Wissenschaften funktionalisiert oder zum bloßen Attribut von Aussagen wurde, während der anspruchsvolle philosophische Begriff der Wahrheit die Richtigkeit oder Angemessenheit, letztlich die Vollkommenheit „der Sache selbst” meint. So sprechen wir etwa von einer „wahren Freundschaft” oder von „wahrer Menschlichkeit”. Ist solche Rede etwa sinnlos?
Zuletzt: Wenn ich in der Ankündigung schrieb, es gehe um den philosophischen Wahrheitsbegriff „aus gegebenem Anlaß”, habe ich dabei selbstverständlich auch an die Debatte um die Invasion sogenannter „Fake News” gedacht. Erst kürzlich ist gesagt worden, die „poststrukturalistische” Demontage des Wahrheitsbegriffs sowie die „postmoderne” Lässigkeit im Umgang mit der Wahrheit hätten diese desaströse Entwicklung mit verschuldet. Ist das wahr? Na, wir werden sehen ...

Alles weitere und "Organisatorische" sieht hier.

 




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