Gesellschaft für Philosophische Praxis (GPP) [www.g-pp.de]
Philosophische Seminare und Informationen zur Philosophischen Praxis


Startseite der GPP

 


Woche in Sils Maria 10/2016 [GPP - Gesellschaft für Philosophische Praxis]

Blick auf den Silser See von unserem Hotel aus.
[+]
Blick auf den Silser See von unserem Hotel aus.

Eine Woche in Sils Maria, der Ort, dem Nietzsche die wesentlichen Inspirationen verdankte und wohin er flüchtete, um an seinem Werk arbeiten zu können.(Siehe, in Kurzfassung, zu Nietzsche und Sils Maria hier  [1], und, etwas länger, ein SWR-Feature: "Nietzsche kam als Tourist und ging als Philosoph"  [2].)

Und natürlich wird dort - stationiert sind wir im "Silser Hof" - auch Friedrich Nietzsche für uns Programm sein. Vielleicht verdankt die Philosophische Praxis diesem Außerordentlichen unter den Philosophen mehr als jedem anderen; oder sagen wir: So kann Nietzsche gelesen werden. Und das werden wir tun.

Im Mittelpunkt dieses Interesses, mit dem wir Nietzsche begegnen, stehen zumal die frühen Werke (vor dem "Zarathustra"): Vor allem also die "Unzeitgemäßgen Betrachtungen" (darin besonders "Schopenhauer als Erzieher"), dann "Menschliches, Allzumenschliches" und "Die Morgenröte", schließlich "Die fröhliche Wissenschaft".

Einige wesentliche Gesichtspunkte aus seiner Frühschrift, der "Geburt der Tragödie", werden ebenfalls eine Rolle spielen.

Aus dem "Zarathustra" werden uns zumindest die Vorreden, zumal die "Vom letzten Menschen", beschäftigen.

Und selbstverständlich werden wir das Nietzsche-Haus  [3] dortselbst besuchen. Und am Ausflug-Tag werden wir zum "Corvatsch" [4] hinauffahren, von dem aus wir, auf 3303 Metern Höhe, wir eine gewaltige Aussicht über die Berge genießen. Die Gondelfahrt hinauf ist im "Hotel-Paket" enthalten.
Außerdem aber werden wir an diesem Ausflugtag eine - wie soll ich sagen ...? - "Eigenwilligkeit" besichtigen, die ich mich scheue, eine "Kuriosität" zu nennen: das Mili Weber- Haus  [5]. Da hat es doch wahrhaftig ein junges Mädchen, geboren 1891, mit Erfolg geschafft, das Erwachsenwerden zu verhindern und darüber eine höchst eigenwillig-naive Künstlerin zu werden, die ihr gesamten Haus, das wir besichtigen, mit ihren Phantasien ausgemalt hat. Eine weitere Seite zu Mili Weber hier  [6].
Ob wir es außerdem schaffen, das Segantini-Museum  [7] zu besuchen, das selbstverständlich einen Besuch mehr als nur wert ist, muß wohl einstweilen noch offenbleiben. Es lohnte sich aber auf jeden Fall, nicht zuletzt im Blick auf Nietzsche.
Ein Indiz:
Werner Spieß schrieb zur Segantini-Ausstellung in Basel 2011: "So malte Zarathustra"  [8]. Zitat (FAZ)daraus:
"Segantinis Bilder von den Gipfeln und Almen des Engadins führen in die frostige, stolze Welt, die Nietzsche, der Nachbar, in Sils Maria feierte. 'Die ganze Tatsache Mensch' liege in ungeheurer Ferne unter ihm, meinte dieser zu 'Zarathustra'. Und Giovanni Segantini, der Nietzsche über D'Annunzio kannte, lieferte nicht von ungefähr Illustrationen zu diesem 'Höhenluft-Buch'."



Anreise: Samstag, 1. Okt., zum Abendessen. Abreise: Samstag, 8. Oktober, nach dem Frühstück.

Der "Nietzsche-Stein", der dem Wanderer die Idee der ewigen Wiederkehr eintrug ...
[+]
Der "Nietzsche-Stein", der dem Wanderer die Idee der ewigen Wiederkehr eintrug ...

Auf dem Weg zur Chasté
[+]
Auf dem Weg zur Chasté
 


Link-Referenzen:
[1] http://nietzschehaus.ch/thema-1
[2] http://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/nietzsche-kam-als-tourist-nach-sils-maria-und-ging-als-philosoph
[3] http://nietzschehaus.ch/de
[4] https://www.g-pp.de/https://www.corvatsch.ch
[5] http://www.engadin.stmoritz.ch/winter/de/museen/mili-weber-haus
[6] http://www.museums.ch/org/en/Mili-Weber-Haus
[7] http://www.segantini-museum.ch
[8] http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/der-maler-segantini-in-basel-also-malte-zarathustra-1573276.html#pageIndex_2